Beweg deinen Arsch, und du bewegst deinen Kopf

Beweg deinen Arsch, und du bewegst deinen Kopf – das klingt nicht gerade nach einem Zitat von einem griechischen Philosophen. Ist aber wahr.

 

In meinem Kopf hat sich in den letzten vier Wochen eine ganze Menge bewegt. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass ich den März über fast dauernd unterwegs war: zu Kursen nach Bonn und Potsdam, zu meinem Literaturagenten nach Berlin (um das neueste Buchprojekt zu besprechen), zu einer Co-Creation-Sitzung mit Kollegen nach Hannover, zur Buchmesse nach Leipzig, dazu kamen ein paar private Fahrten. Zwischendrin war ich immer nur für ein paar Tage zu Hause, gerade so viel, dass ich das Nötigste erledigen konnte.

 

:-(  Zum Schreiben war leider kaum Zeit. Der Blog war deshalb im März verwaist. Ich hoffe, ihr seht es mir nach.

 

Wenn ich unterwegs bin, dann meistens in der Bahn. Selten im Auto. Nur sehr wenig im Flugzeug. Manch einer mag kein Bahnfahren. Viele schätzen es sehr. Ich auch. Nirgendwo sonst bin ich so viel in Bewegung und habe gleichzeitig so gründlich Zeit, den Kopf frei und damit offen zu machen.

 

Das ist überhaupt das Großartige am Unterwegssein: Man kann Gedanken auf so viele verschiedene Weisen bewegen. Sie bekommen den Auslauf, den sie brauchen, sie können losrennen oder gemütlich ausschreiten, ganz wie sie wollen, hier und da im Gras schnuppern und etwas Interessantes aufsammeln.

 

Man kann sie sich aber auch sammeln lassen und sie dann gezielt auf eine Schiene bringen, um sie dort eine Weile entlanglaufen zu lassen. Ein Gedanken-ICE, der einen weißen Strich in die Landschaft zieht.

 

Man kann sie auch ganz zum Stillstand bringen, in Waggons verladen und sie sauber gereiht auf ein Nebengleis bereitstellen. Ich habe immer ein Notizbuch (DIN A6, blanko, mit Stiftschlaufe) dabei. Wenn ich bahnfahre sowieso, aber auch wenn ich nur kurz zum Luftschnappen eine Runde um den Block drehe – was nutzt das Gedanken-Bewegen, wenn ich sie am Ende wieder verloren habe, weil ich nichts notieren kann.

 

Warum bewegt sich im Kopf soviel, wenn es vor dem Fenster auch rauscht? Gute Frage. Bei mir sind es ohnehin die Hummeln im Hintern respektive Kleinhirn, die mich immer wieder zum Unterwegssein treiben – sowohl zum Losfahren als auch zum Losdenken. Für mich ist das eins: Ob sich die Landschaft draußen verändert oder die Ideen-Landschaft im Kopf, beides ist eine grundlegende Existenzweise für mich. Ich muss ständig neue Ideen haben, Denkroutine ist mir ein Gräuel. Dasselbe gilt für den Ort, an dem ich bin, es sollte nicht wochenlang der immer gleiche sein, dann welke ich weg.

 

Ich spreche dabei gar nicht von etwas weltbewegendem. Es muss nicht die Domrep oder die chinesische Mauer sein, zu der ich unterwegs bin. Im Gegenteil: Dann müsste ich ja eine Urlaubsreise organisieren. Der Kopf kann aber dann am besten frei sein, wenn er sich gar nicht mit der Reiselogistik oder dem Unbekannten, das mich am Ziel erwartet, beschäftigen muss. Das muss er dann am wenigsten, wenn es absichtslos ins Bekannte geht. Also zum Beispiel nach Berlin oder ins Rheinland.

 

Im März hat sich bei mir viel bewegt. Im Kopf sogar noch mehr als auf der Schiene. Und Why we work wird davon sehr profitieren. Demnächst wird es hier, auf dem Blog, und auf dem Rest der Homepage also einiges Neues geben. Noch mehr auf der Facebook-Seite von Why we work. Ich halte euch auf dem laufenden. Rollenden. Was auch immer.

 

Der Autor

Peter Plöger ist gleichzeitig frei und Berufler.

Seine Arbeit als Berufe-Entdecker, Orientierer und Autor verfolgt er seit Jahren und staunt darüber, dass die Freude daran immer noch wächst.

In seinen Büchern und in seinem Projekt „Why we work“ kümmert er sich darum, dass Menschen ihre Gute Arbeit finden – die, die wirklich die richtige für sie ist.

 

Why we work auf Facebook

Kostenloses Ebook “Raus in die Gute Arbeit! Fünf Wege zu meinem besten Beruf“

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